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A review by verstandem
Die unglaubliche und traurige Geschichte von der einfältigen Erendira und ihrer herzlosen Großmutter. Sieben Erzählungen. by Gabriel García Márquez
2.0
Es ist bereits sehr lange her, dass ich Márquez' Romane "100 Jahre Einsamkeit" (mit wenig Begeisterung) und "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" (mit mehr Interesse ;) las.
Diese Kurgeschichtensammlung begann sehr vielversprechend mit zwei sehr magisch und spirituell angehauchten Erzählungen über einen geflügelten Mann, der vom Himmel fällt und von den Dorfbewohner begafft und misshandelt wird & einem prophetischen Meerestraums eines Jungen, dem keiner glaubt.
Danach werden die Erzählungen plötzlich hektisch und unzusammenhängend. Ich habe tatsächlich deren Sinn und Aussage nicht begreifen können.
Die titelgebende Geschichte über Erendira und ihre grausame Großmutter hat mich regelrecht schockiert - eine alternde, übergewichtige Matrone hält ihre Enkelin wie eine Skalvin im reichen Wüstendomizil. Durch den "Wind des Unglücks" brennt das gesamte Anwesen ab und die Großmutter beschließt, dass die gerade einmal 14-jährige, 42kg-schwere Erendira ihre "Schuld" durch Prostitution abgelten soll. Und dieses Mädchen ergibt sich dieser Rolle völlig...
Diese letzte Geschichte hat mich sehr wütend und verständnislos zurückgelassen.
Sprachlich ist der gesamte Band sehr gekonnt und hochwertig, aber über die Grausamkeit der einzelnen Schicksale kann es nicht hinwegtäuschen.
Ich konnte mich in die wenigsten Menschenschicksale irgendwie hineinversetzen. Das Leben in karibischen Dörfern und entlegenen Flecken der Erde erschien mir fremdartig und böswillig.
Bewundernswert finde ich, wie großartig Márquez das teilweise trostlose Leben älterer Menschen darstellen kann und wie Waffengewalt, Krieg und Entbehrung noch Jahrzehnte später auf ihre Psyche und ihre Träume wirken. Ebenso gab es dem magischen Realismus ganz entsprechend oftmals fantastische Elemente, die sehr natürlich in die Geschichten verworben wurden.
Ansonsten war dieses schmale Bändchen leider nichts für mich.
Diese Kurgeschichtensammlung begann sehr vielversprechend mit zwei sehr magisch und spirituell angehauchten Erzählungen über einen geflügelten Mann, der vom Himmel fällt und von den Dorfbewohner begafft und misshandelt wird & einem prophetischen Meerestraums eines Jungen, dem keiner glaubt.
Danach werden die Erzählungen plötzlich hektisch und unzusammenhängend. Ich habe tatsächlich deren Sinn und Aussage nicht begreifen können.
Die titelgebende Geschichte über Erendira und ihre grausame Großmutter hat mich regelrecht schockiert - eine alternde, übergewichtige Matrone hält ihre Enkelin wie eine Skalvin im reichen Wüstendomizil. Durch den "Wind des Unglücks" brennt das gesamte Anwesen ab und die Großmutter beschließt, dass die gerade einmal 14-jährige, 42kg-schwere Erendira ihre "Schuld" durch Prostitution abgelten soll. Und dieses Mädchen ergibt sich dieser Rolle völlig...
Diese letzte Geschichte hat mich sehr wütend und verständnislos zurückgelassen.
Sprachlich ist der gesamte Band sehr gekonnt und hochwertig, aber über die Grausamkeit der einzelnen Schicksale kann es nicht hinwegtäuschen.
Ich konnte mich in die wenigsten Menschenschicksale irgendwie hineinversetzen. Das Leben in karibischen Dörfern und entlegenen Flecken der Erde erschien mir fremdartig und böswillig.
Bewundernswert finde ich, wie großartig Márquez das teilweise trostlose Leben älterer Menschen darstellen kann und wie Waffengewalt, Krieg und Entbehrung noch Jahrzehnte später auf ihre Psyche und ihre Träume wirken. Ebenso gab es dem magischen Realismus ganz entsprechend oftmals fantastische Elemente, die sehr natürlich in die Geschichten verworben wurden.
Ansonsten war dieses schmale Bändchen leider nichts für mich.