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A review by jonathanelias
Mein Jahr der Ruhe und Entspannung by Ottessa Moshfegh
4.5
Puh, eindrücklich. 300 Seiten über die Frau ihrer Wohnung, wie sie versucht möglichst viel zu schlafen. Und Moshfegh hat wirklich einen tollen Stil - “eindringlich und giftig”, “unerbittliche Vehemenz”, “eine der wichtigsten neuen Stimmen der amerikanischen Literatur”. Den Eindruck macht es auf mich auch. Auch der Vergleich der NYT mit Patrick Bateman von Bret Easton Ellis ist interessant: “seelenlose Antihelden”
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Dann geht es auch schon los mit Ottessa Moshfeghs gut verstörendem Kracher „Mein Jahr der Ruhe und Entspannung“: Im Roman beschließt eine privilegierte junge Kunsthistorikerin, sich mithilfe von starken Schlaf- und Beruhigungsmitteln ein Jahr lang immer wieder in lange Ruhephasen zu versetzen, während der Wahnsinn von New York draußen an ihr vorüber zieht. Unter der zynisch-nonchalanten Oberfläche der Protagonistin brodelt es – ob ihr Plan der Verpuppung und Erneuerung aufgeht? So einen Roman über die Opioid-Krise hat man noch nicht gelesen. (Papierstau Podcast)