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klopferinbookland 's review for:

4.0

Rückentext:
Die italienische Renaissance im Jahre des Herrn 1476: Wo Kultur und Kunst direkt neben Bestechung, Gier und Mord gedeihen, wo sich konkurrierende Familien erbarmungslose Blutfehden um politische und wirtschaftliche Macht liefern – hier beginnt die Reise eines von Rache beseelten jungen Adligen, der einst zu einem Instrument des Todes werden soll – ein einsamer Vollstrecker. Er folgt dem Weg der Bruderschaft der Assassinen und erlernt die geheimen Fähigkeiten des uralten Attentäter- Ordens. Auf der Jagd nach den Mördern seiner Familie nutzt er die Weisheit großer Geister wie Leonardo Da Vinci und Niccolo Machiavelli, um seine Feinde zur Strecke zu.

Meine Meinung:
Ezio Auditore da Firence ist mit Edward Kenway wohl einer meiner Lieblingsassassinen. Das Buch erzählt von Ezios Anfängen in Florenz bis hin zu den Geschehnissen in Vendig. Bei dem Ablauf der Geschichte wird sich strikt an die Storyline gehalten und es wird wenig von anderen Aufgaben erzählt. Im Spiel konnte man Federn für die Mutter sammeln, im Buch tat Ezio dies nicht. Da es sich im Spiel auch nur um eine Nebenaufgabe handelt, kann man das verkraften. Leider wurde zu Beginn des Buches ein Fehler eingebaut. Ezio bekam ein Stein gegen die Stirn, was grundlegend falsch ist. Im Spiel wurde der Stein gegen seinen Mund bzw. Lippen geschmissen. Dadurch entstand seine Narbe an der Lippe, die ein bekanntes Merkmal des Italieners ist. Aber auch hier drüber kann ich noch hinweg sehen, schließlich ist ein Buch zum Spiel und sowas ist nicht immer perfekt.
Wir erleben ca. 15 Jahre mit dem Assassinen, wie er zu einer wurde und wie er seinen Racheplan durchführt. In diesen Buch erfahren wir nicht viel von Ezios Gefühlen und bekommen den Eindruck, er akzeptiert viel zu schnell sein Assassinen dar sein. Sein Zwiespalt zwischen seinem alten Leben und neuen Leben, wird in diesem Buch nicht ganz klar hervorgehoben. Wir erleben auch schnell Zeit Sprünge die innerhalb von ein bis zwei Sätzen erledigt sind. Natürlich geht seine Geschichte über mehrere Jahre, allerdings sind die Übergänge ein wenig schnell und man vermisst etwas.
Die Wunderschönen Orte im Spiel, sind eher selten Beschrieben, auch die Kletterpartien auf den Türmen, Kirchendächer und anderen Dächern waren nur rar vorhanden.
Dafür war die Freundschaft mit Leonardo da Vinci im Buch auch ein wichtiger Bestandssteil der Geschichte. Leonardo war einer der Interessantesten Nebencharaktere. Wir erleben ihn mit seinem Interesse gegenüber der Kunst aber auch der Wissenschaft. Laufe der Geschichte hat sich Ezio mit den Jahren verändert, doch diese Veränderung nimmt der Leser nicht wirklich wahr. Die Beziehung zu seiner Familie wird nur Oberflächlich angeschnitten und viele Charaktere waren nie lange dabei. Bowden hatte zwar das Spiel als Anhaltspunkt und dort gingen die Entwickler auch nicht genauer auf die Charaktere ein, aber ein paar Gedanken mehr von Ezio wären schöner gewesen.

Fazit: 
Das Buch kann ich nur Assassin’s Creed Fans empfehlen, die auch Ezio mögen. Es ist wohl eines der schwächeren Werke von Bowden und während des Lesens bleibt man fern von Ezios Gedanken und Gefühlen. Wir stürzen uns von einer Aufgabe in die nächste und man merkt, dass die Handlung sehr Strickt nach der Hauptgeschichte geht. Die Nebenaufgaben werde nicht erwähnt und es fehlt das Gewisse etwas.