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alea_fsl 's review for:

A Little Life by Hanya Yanagihara
1.5
challenging dark emotional sad tense slow-paced
Plot or Character Driven: Character
Strong character development: No
Loveable characters: Yes
Diverse cast of characters: Complicated
Flaws of characters a main focus: Yes

Enthält geringfügige Spoiler
Der Schreibstil an sich ist ganz nett. Das Buch selbst finde ich aber aus vielerlei Hinsicht grässlich bzw. eine Zeitverschwendung. Die Geschichte ist, inhaltlich, unbewegt. Es endet, wie es anfängt. Jede der Figuren wurde in die Welt gesetzt, um aufgegeben zu werden. Jede Entwicklung, wenn es denn eine gab, wurde schlussendlich rückgängig gemacht, zumindest was die Hauptfiguren betrifft. Es kam mir vor, als wäre es schlechthin verboten, dass die Geschichte einer einzigen Person ein positives Ende nehmen dürfe.
Daraus würde ich eigentlich schließen, dass die Geschichte Hoffnungslosigkeit ausdrücken soll, die Hoffnungslosigkeit einer Person, die im Suizid endet. Dem ist jedoch nicht wirklich der Fall. Es werden im Verlauf, gerade Richtung Ende die Wünsche, die Innersten des Protagonisten verwirklicht und das Ergebnis ist dasselbe. Würde ich als suizidale Person dieses Buch lesen, würde es mich von einer einzigen sChe überzeugen. Es kann schlichtweg kein positives Ende für mich geben, es gibt keinen Ausweg, ich bin verloren. Denn selbst die Figuren, die zum Schluss nicht o. nicht durch ihre eigene Hand sterben, dürfen partout nicht glücklich sein (keiner bekommt sein happy-end, nicht einmal in kompromierter Weise). 
Das Buch empfinde ich als Hassrede auf das Leben, die Gesellschaft und ihre Instanzen und die Welt im Generellen, keinesfalls als eine literarische Bereicherung, geschweige als lit. Meisterwerk. 
Ich wollte bis zum Schluss nicht aufgeben, aber die Geschichte wollte sich einfach selbst ruinieren. 

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