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A review by premium_huhn
Stadt der Heiligen und Verrückten by Jeff VanderMeer
5.0
Uff, was für ein Pilztrip! Es fällt mir schwer, eine inhaltliche Zusammenfassung dieses Buches zu liefern. Das liegt einerseits daran, dass es sich um eine Sammlung verschiedenster Texte (und Textsorten) handelt. Andererseits daran, dass sich aus diesen Texten zwar ein übergreifendes Thema, aber nicht direkt eine durchgehende Handlung ergibt. Immer im heimlichen Mittelpunkt steht die Hafenstadt Ambra in all ihren schillernden Facetten. Wichtige Rollen spielen außerdem Kalmare, Pilzgewächse, Künstler, Heilige, Verrückte, die "trüben Tassen" aus der Nachbarstadt Morrow sowie natürlich die umtriebigen Hoegbotton&Söhne.
Das Buch ist mir empfohlen worden, als ich mich vor wenigen Jahren im Tanelorn-Forum mal über den stupiden Einheitsbrei an Fantasy aufgeregt habe und auf der Suche nach kreativeren Texten war. Und - wow - VanderMeer hält, was mir versprochen wurde. "Stadt der Heiligen und Verrückten" hat sich für mich als der bessere Pratchett herausgestellt. Herrlich absurd, sich selbst dabei aber völlig ernst nehmend, im Gegensatz zu Pratchett (den ich leider eher öde fand) aber wirklich spritzig, witzig. Und hey - wer wollte nicht schon immer mal eine in Form einer Bibliographie erzählte Kindheitsgeschichte eines Kalmars, gefangen im Körper eines Menschen, lesen? VanderMeer füllte Lücken, von denen mir noch gar nicht bewusst war, dass sie vorhanden sind, mit einer großzügigen Menge an berauschenden Pilzsporen. Ab und an muss ich jetzt diesen schimmeligen Belag aus meinen Ohren kratzen - aber was tut man nicht alles für eine gute Lektüre!
Das Buch ist mir empfohlen worden, als ich mich vor wenigen Jahren im Tanelorn-Forum mal über den stupiden Einheitsbrei an Fantasy aufgeregt habe und auf der Suche nach kreativeren Texten war. Und - wow - VanderMeer hält, was mir versprochen wurde. "Stadt der Heiligen und Verrückten" hat sich für mich als der bessere Pratchett herausgestellt. Herrlich absurd, sich selbst dabei aber völlig ernst nehmend, im Gegensatz zu Pratchett (den ich leider eher öde fand) aber wirklich spritzig, witzig. Und hey - wer wollte nicht schon immer mal eine in Form einer Bibliographie erzählte Kindheitsgeschichte eines Kalmars, gefangen im Körper eines Menschen, lesen? VanderMeer füllte Lücken, von denen mir noch gar nicht bewusst war, dass sie vorhanden sind, mit einer großzügigen Menge an berauschenden Pilzsporen. Ab und an muss ich jetzt diesen schimmeligen Belag aus meinen Ohren kratzen - aber was tut man nicht alles für eine gute Lektüre!