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A review by premium_huhn
Leroy Phoenix: über Luft und Schatten by Karsten Zingsheim
adventurous
funny
mysterious
medium-paced
- Plot- or character-driven? A mix
- Strong character development? It's complicated
- Loveable characters? Yes
2.0
Der Luftelementarist und Romanautor Leroy Phoenix wird vom Hohen Rat beauftragt, eine Reihe merkwürdiger Ritualmorde aufzuklären. Dabei gerät er jedoch bald selbst in Verdacht, mit den Morden in Verbindung zu stehen und muss sich mit fragwürdigen Verbündeten zusammentun, um nicht nur den wahren Mörder zu finden, sondern auch seine eigene Weste wieder reinzuwaschen.
Um ehrlich zu sein: Ich stehe self-published Büchern immer mit einer gewissen Skepsis gegenüber, und dieses Buch ist ein gutes Beispiel dafür, warum das so ist.
Was ich gut fand: Die erzählte Geschichte selbst ist solide Urban Fantasy. Das neblige London als magisch-mystisches Setting ist eine naheliegende Wahl und funktioniert. Die Charaktere haben ihre Eigenheiten, die sie durchaus sympathisch machen und die zusammengewürfelte Gruppe hat eine glaubwürdige Chemie untereinander. Sehr, sehr cool fand ich die Handel mit verschiedenen Entitäten, die Phoenix im Verlauf der Handlung eingeht. Besonders in Erinnerung blieb mir der Handel mit der Luft der Stadt London, die von ihm im Gegenzug für ihre Hilfe einige merkwürdige Dinge verlangt, darunter, dass er drei Nächte unter freiem Himmel schläft und dass er eine Tageszeitung mit einer bestimmten Seite aufgeschlagen auf eine bestimmte Parkbank legt. Solche andersweltlichen Handel sind ja immer etwas, wofür ich zu begeistern bin und das kommt hier richtig gut!
Neutrale Beobachtung: Das Setting und viele Erzählelemente haben enorme Parallelen zu den Dresden-Files, sodass sich das Ganze liest, als wäre es als Hommage an Harry Dresdens Abenteuer entstanden. Das ist nicht weiter tragisch, aber erklärt möglicherweise, warum das Buch es schwer hatte, einen Verlag zu finden?
Was mir nicht gefallen hat: Ich möchte hier kein Nitpicking einzelner Storyelemente betreiben, die mir aus irgendwelchen Gründen persönlich nicht gefallen haben. Da läuft sicher viel auf Geschmacksfragen hinaus. Was aber wirklich keine Frage des Geschmacks ist: Im Buch finden sich zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie merkwürdig gesetzte Absätze. Ich versuche, sowas nicht zu eng zu sehen, gerade im Selfpublishing-Bereich, wo wir häufig von Herzensprojekten sprechen. Aber hier führte es dazu, dass ich beim Lesen stolperte und Absätze mehrfach lesen musste, um ihren Sinn zu begreifen. Dieses Buch wäre durch ein professionelles Korrektorat um Längen besser geworden. Das ist schade, denn ansonsten war es für mich eine ganz angenehme 3-Sterne-Lektüre. Die formalen Fehler machen daraus 2.
Um ehrlich zu sein: Ich stehe self-published Büchern immer mit einer gewissen Skepsis gegenüber, und dieses Buch ist ein gutes Beispiel dafür, warum das so ist.
Was ich gut fand: Die erzählte Geschichte selbst ist solide Urban Fantasy. Das neblige London als magisch-mystisches Setting ist eine naheliegende Wahl und funktioniert. Die Charaktere haben ihre Eigenheiten, die sie durchaus sympathisch machen und die zusammengewürfelte Gruppe hat eine glaubwürdige Chemie untereinander. Sehr, sehr cool fand ich die Handel mit verschiedenen Entitäten, die Phoenix im Verlauf der Handlung eingeht. Besonders in Erinnerung blieb mir der Handel mit der Luft der Stadt London, die von ihm im Gegenzug für ihre Hilfe einige merkwürdige Dinge verlangt, darunter, dass er drei Nächte unter freiem Himmel schläft und dass er eine Tageszeitung mit einer bestimmten Seite aufgeschlagen auf eine bestimmte Parkbank legt. Solche andersweltlichen Handel sind ja immer etwas, wofür ich zu begeistern bin und das kommt hier richtig gut!
Neutrale Beobachtung: Das Setting und viele Erzählelemente haben enorme Parallelen zu den Dresden-Files, sodass sich das Ganze liest, als wäre es als Hommage an Harry Dresdens Abenteuer entstanden. Das ist nicht weiter tragisch, aber erklärt möglicherweise, warum das Buch es schwer hatte, einen Verlag zu finden?
Was mir nicht gefallen hat: Ich möchte hier kein Nitpicking einzelner Storyelemente betreiben, die mir aus irgendwelchen Gründen persönlich nicht gefallen haben. Da läuft sicher viel auf Geschmacksfragen hinaus. Was aber wirklich keine Frage des Geschmacks ist: Im Buch finden sich zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler sowie merkwürdig gesetzte Absätze. Ich versuche, sowas nicht zu eng zu sehen, gerade im Selfpublishing-Bereich, wo wir häufig von Herzensprojekten sprechen. Aber hier führte es dazu, dass ich beim Lesen stolperte und Absätze mehrfach lesen musste, um ihren Sinn zu begreifen. Dieses Buch wäre durch ein professionelles Korrektorat um Längen besser geworden. Das ist schade, denn ansonsten war es für mich eine ganz angenehme 3-Sterne-Lektüre. Die formalen Fehler machen daraus 2.