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A review by cflinterman
Holzfällen. Eine Erregung by Thomas Bernhard
4.0
Womit wäre Holzfällen zu vergleichen? Vielleicht am besten doch mit Ravels Boléro.
Thomas Bernhard hat eine Geschichte ohne Handlung geschrieben. Denn Ereignisse, die gibt es fast nicht: Ein Mann sitzt in einem Ohrensessel und beobachtet die Leute, die zu einem künstlerischen Abendessen eingeladen sind. Alle warten bis ein Burgschauspieler eintrifft, bevor dieses Abendessen anfangen kann. Worum es aber geht, sind die Gedanken dieses Mannes. Seine Beobachtungen sind messerscharf, und, wie man es von Bernhard kennt, ist er unzufrieden mit Wien, dem Burgtheater, den Leuten, usw.
Warum denn der Vergleich mit Ravels Boléro? Weil die Gedanken und Themen sich immer in unterschiedlichen Gestalten wiederholen und langsam lauter werden, bis am Ende das ganze Orchester mitspielt und es tatsächlich zu einem Klimax kommt.
Ein herrliches Buch!
Thomas Bernhard hat eine Geschichte ohne Handlung geschrieben. Denn Ereignisse, die gibt es fast nicht: Ein Mann sitzt in einem Ohrensessel und beobachtet die Leute, die zu einem künstlerischen Abendessen eingeladen sind. Alle warten bis ein Burgschauspieler eintrifft, bevor dieses Abendessen anfangen kann. Worum es aber geht, sind die Gedanken dieses Mannes. Seine Beobachtungen sind messerscharf, und, wie man es von Bernhard kennt, ist er unzufrieden mit Wien, dem Burgtheater, den Leuten, usw.
Warum denn der Vergleich mit Ravels Boléro? Weil die Gedanken und Themen sich immer in unterschiedlichen Gestalten wiederholen und langsam lauter werden, bis am Ende das ganze Orchester mitspielt und es tatsächlich zu einem Klimax kommt.
Ein herrliches Buch!