still_the_moon 's review for:

Verliebt in Mr. Daniels by Brittainy C. Cherry
1.0

Cover
Als erstes ist mir auf gefallen, dass mir dieses Cover so wahnsinnig bekannt vorkommt. Es ist hübsch und auch die Sonnenstrahlen, die unterschiedliche Schatten auf das Mädchen werfen, sehen klassen aus, aber ich kannte dieses Bild schon. Der Thriller "Nachtschattenmädchen" hat nämlich das gleiche Mädchen auf dem Cover nur umgedreht und mit weniger Sonne. Ich finde es immer ein wenig Schade, wenn zwei Bücher die gleichen Cover haben, gerade bei so etwas, wo nicht wirklich viel mit dem Bild gemacht wurde. Da hätte sich LYX.digital noch mal was passenderes raussuchen können.

Meine Meinung
Obwohl ich vorher schon mehr mals gehört hatte, dass dieses Buch die Erwartungen nicht erfüllt hat, wollte ich es noch immer lesen. Wenn ich ehrlich bin, waren meine eigenen Erwartungen nicht besonders hoch und nach dem Lesen weiß ich schon gar nicht mehr, was ich so besonders daran fasziniert hat.

Ashlyn Jennings hat eine ziemlich düstere Vergangenheit. Ihre Schwester ist gestorben und ihre Mutter will sie nicht mehr haben und schiebt sie deshalb zu ihrem leiblichen Vater ab. Bereits im Zug dorthin trifft sie auf Daniel Daniels. Allein bei dem Name hatte er schon bei mir verloren, unabwendbar. In kürzester Zeit verlieben sich die beiden in einander. Der Schock ist daher groß, als Daniel sich als Ashlyns neuer Englischlehrer entpuppt.

Nun ... eigentlich hätte mir persönlich der Klapptext reichen müssen, um zu begreifen, dass mir dieses Buch nicht gefallen wird. Ashlyn fand ich unerträglich nervtötend. Sie hält sich selbst für so super toll, badet in Selbstmitleid und denkt, sie weiß einfach alles besser. Eine furchtbare weibliche Hauptfigur, in die sich natürlich trotz allem, alle männlichen (heterosexuellen) Wesen verlieben. Es war kaum zu ertragen.
Daniel ist der typische dunkle Typ, der aber eigentlich nur die Welt retten will. Tragische Vergangenheit erklärt sich natürlich von selbst.

Egal wie weit ich in dem Buch war, ich bin einfach mit den Figuren nicht warm geworden. Weder mit Aslyns "Geschwistern" von der eine nicht begreifen wollte, dass ihr Freund sie nur betrügt und der andere so klischeehaft schwul war, das ich nicht mur wusste, wie ich die Autorin noch ernst nehmen sollte. Mir ist es nicht gelungen, zu auch nur einer der Figuren eine Beziehung aufzubauen. Traurigerweise muss ich sagen, dass mich die Geschichte von Ashlyns Stiefbruder noch am meisten bewegt hat.

Der Plot ist grausam und scheint überhaupt nicht durchdacht zu sein. Ein Drama jagt das nächste und es hatte auf mich den Eindruck, als würde die Autorin mit einer "Tragik"-Keule auf mich ein prügeln.
Bücher über Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern funktionieren meistens nicht gut. In meinen ist Weil ich Layken Liebe die einzige Geschichte, bei der dieser Plot jemals gut war. Zu oft hat das ganze allerdings etwas von einem schlechten Porno. Ganz so schlimm war es hier zum Glück nicht, aber die Inkonsequenz der Figuren hat mich wahnsinnig gemacht. Für mich hat einfach das ganze Buch überhaupt nicht funktioniert. Es war zu kitschig, zu viele Klischees, zu viel Drama und keine der Emotionen ist bei mir angekommen. Daher gibt es von mir ein Monster für diese Geschichte. Lasst lieber die Finger davon ...

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